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Wichtiges, Sinnvolles und kleine Helferlein ...
Zuggeschirre
Das Zuggeschirr ist die direkte Verbindung des Hundes mit dem Fahrzeug,
es bildet die Basis für gesunden Fahrsport und ist entscheidend
für die Freude des Hundes an der Zugarbeit. Schlecht sitzende
Geschirre können drücken und scheuern und so vom Hund als
unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden werden. Unter solchen
Umständen sollte klar sein, dass man keine Höchstleistungen
erwarten kann – von Freude an der Arbeit ganz zu Schweigen. Wer
mit solchen Geschirren fährt, riskiert neben gesundheitlichen
Schäden auch das der Hund sich nie wieder einspannen
lässt, weil er das Ziehen negativ verknüpft hat. Zuggeschirre
müssen immer optimal sitzen und an allen nötigen Stellen gut
gepolstert sein.
Für die Arbeit in der Zugstange verwendet man Pulkageschirre, bei
denen sich die Anzugspunkte seitlich hinter den Schulterblättern
des Hundes befinden. Das Geschirr selbst bildet einen Rahmen um den
Schulterbereich, so das eine optimale Bewegungsfreiheit gegeben ist. Um
das Gewicht der leicht federnden Zugstange aufzufangen und so
Gelenkschäden zu vermeiden haben Pulkageschirre eine separate
Befestigungsmöglichkeit. Bessere Modelle besitzen fest angebrachte
Schlaufen mit Verstellmöglichkeit, in die man die Zugstange ohne
Zwischenstück stramm einhängen und Vibrationen besser
verhindern kann als bei Geschirren die lediglich zwei Ringe besitzen.
Aus normalen Pulkageschirren kann ein Hund auch sehr leicht
rückwärts aussteigen, was nicht nur ärgerlich ist
sondern auch gefährlich sein kann wenn es z. B. im
Straßenverkehr passiert. Hier sind Geschirre mit einem
zusätzlichem Bauchgurt sinnvoll, der locker hinter dem Rippenbogen
sitzt.
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die Arbeit in der Zugstange benutze ich ausschließlich die
maßgefertigten Geschirre von Luzia Huber aus der Schweiz und kann diese
auch uneingeschränkt empfehlen. Die Geschirre sind in Deutschland
allerdings nicht im freien Handel bzw. nur über kleine Umwege
erhältlich. |

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| Läuft
der Hund in Seilanspannung sind Zuggeschirre aus dem
Schlittenhundesport das Mittel der Wahl. Neben dem wohl Bekanntestem,
dem X-Back-Geschirr gibt es noch andere Varianten wie z. B. das H-Back,
V-Back oder Open-Back und modernere Varianten wie das Faster-Geschirr.
Die Geschirrarten unterscheiden sich durch die Führung der
Gurtbänder und bieten individuelle Möglichkeiten bei der
Bewegungsfreiheit die den einzelnen Hund in seinen Laufeigenschaften
unterstützen können. Ein großer Nachteil für
Besitzer von nicht-nordischen Hunden ist die Passform von
Schlittenhundegeschirren, die wie der Name schon sagt auf den doch
relativ einheitlichen Körperbau von Huskys & Co. zugeschnitten
sind. Da leider auch Maßanfertigungen nicht immer perfekt passen,
empfiehlt es sich die Geschirre vor dem Kauf unter Zugbelastung
anzuprobieren. Ein passendes Geschirr liegt am Hals eng an ohne
einzuschneiden, endet unter Zug etwa über dem Rutenansatz und
verrutscht auch bei seitlichem Zug nicht merklich. |
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| Für
schmale Hunde mit besonders tiefer Brust wie Dobermann, Podenco, usw.
ist es fast unmöglich ein Geschirr für die Seilanspannung aus
dem Schlittenhundesport zu finden, weil der Bruststeg sehr schnell
verrutscht, unter den Achseln scheuert und schmerzt. Für solche
Hundetypen wurde das Niiva-Harness auf Grundlage eines
Norwegergeschirrs entwickelt. Normalerweise sind Norwegergeschirre
für das Ziehen nicht ideal, da der Brustgurt die Schultern in
Ihrer Bewegung einschränkt, aber das Niiva-Harness hat sich schon
bei vielen Hunden bewährt. Durch seine Machart mit gut
gepolstertem Brustgurt, dem verlängerten "Henkel" und dem losen
Leinenring wird ein verrutschen des Geschirrs und damit Scheuerstellen
zuverlässig verhindert. |
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Unabhängig
von Anspannungsart oder Hundetyp muss ein Zuggeschirr immer perfekt
sitzen. Besonders der weiche Bauchbereich hinter dem Rippenbogen sowie
der Unterhals sind extrem empfindlich und dürfen nicht belastet
werden. Ideal sind Geschirre die auch den Schulterbereich
großzügig frei halten, aber bei Geschirrtypen wie z. B. dem
Niiva-Harness kann man den Kompromiss eingehen, solange der Hund gut
damit zurecht kommt. Überhaupt ist es sehr schwierig zu sagen,
welches Geschirr "das Beste" ist, denn einzig die Passform und die
Qualität sind entscheidend ob ein Geschirr für einen
bestimmten Hund gut oder schlecht ist.
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Zugleinen
Für das Fahren in
Seilanspannung an z. B. Roller, Fahrrad oder Trike benötigt man
immer einen Ruckdämpfer, der starke Bremsmanöver oder den
ersten Anzug der Hunde beim Start abmildert und so gesundheitliche
Schäden verhindert. Ruckdämpfer gibt es entweder als
Einzelteil für kleine Gespanne ab 2-3 Hunden oder integriert in
der Zugleine für Einzelhunde. Die Zugleine selbst besteht aus
einem Kunststoffseil das mit ca. 2-2,5 m Länge dem Hund genug
Abstand zum Vorderrad bietet, so das der Hund sich bei hohem Tempo auch
richtig ausstrecken kann. Außerdem empfiehlt es sich immer einen
Paniksnap zwischen Fahrzeug und Zugseil anzubringen, der sich bei einem
Sturz öffnet und verhindert dass die Hunde das Fahrzeug hinter
sich her schleifen und ggf. in Panik geraten.
Will man gleich zwei
Hunde einspannen benötigt man am Ende der Zugleine eine Koppel
(Leadsektion) und eine Neckline, die verhindert das die Hunde zu weit
auseinander driften. Bei Hunden die von sich aus schön in der Spur
bleiben oder die mit der Neckline garnicht zurecht kommen, geht es aber
auch ohne. Ändert man die Anzahl der Hunde muss man auf die
Auslegung des Ruckdämpfers achten. Ist der Ruckdämpfer zu
hart, werden Stöße nicht ausreichend kompensiert, ist er zu
weich, ist der Dämpfer bald am Ende und zeigt gar keine Wirkung
mehr. |
Bikeantenne
Wenn der Hund vor einem Roller oder Fahrrad gespannt wird,
verläuft die Zugleine über dem Vorderrad. Solange Zug auf der
Leine und diese straff gespannt ist verursacht das auch keine Probleme,
allerdings kann sich die Leine ohne Zug sehr schnell im Rad verfangen
und böse Stürze verursachen. Um das zu verhindern gibt es
sogenannte Bikeantennen die am Fahrradrahmen befestigt werden und
mittels eines gefederten Drahtes das Zugseil vom Reifen fernhalten.
Modelle die am Lenker befestigt werden sind nicht zu empfehlen, da der
Zug des Hundes auf den Lenker übertragen wird und starke Rucke zu
Stürzen führen können. Das Zugseil wird wie gewohnt am
Fahrrad befestigt und durch die Öse am ende der Bikeantenne
gezogen. |
Beleuchtung
Spätestens im Winter wenn es abends sehr früh Dunkel wird,
kommt man ohne eine vernünftige Beleuchtung am Fahrzeug nicht mehr
aus. Nicht nur um selbst Hindernisse erkennen zu können, sondern
auch um von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden.
Die Räder der meisten Zugfahrzeuge stammen aus dem Fahrradsektor
und sind problemlos mit sogenannten Katzenaugen auszustatten.
Reflektoren sind überall am Fahrzeug sinnvoll, kosten nicht viel
und bieten schon ein hohes Maß an Sicherheit.
Aktive Beleuchtungsmittel gibt es ebenfalls beim Fahrradzubehör.
Ein Dynamo-Antrieb ist möglich, aber häufig nicht vorgesehen.
Lampensets mit Batteriebetrieb sind daher die einfachste Lösung
und lassen sich individuell am Fahrzeug befestigen. Bei breiteren
Gefährten wie dem Sacco-Cart verwendet man besser gleich zwei
Lampensets, damit man auch in der vollen Breite wahrgenommen wird.
Außerdem sind Leuchthalsbänder für die Hunde,
Warnwesten und Stirnlampen für den Fahrer empfehlenswert. |
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